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Über das Projekt

SDG-Indikatoren für Kommunen

Die Vereinten Nationen haben 2015 im Rahmen der Agenda 2030 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals, SDGs) verabschiedet. Die SDGs sind nicht nur für die nationale und regionale, sondern auch für die lokale Ebene relevant.

Die Zielsetzung

Das Ziel des Projekts „SDG-Indikatoren für Kommunen“ besteht darin, geeignete Indikatoren zur Abbildung der SDG-Umsetzung auf kommunaler Ebene in Deutschland zu identifizieren und entsprechende Daten bereitzustellen.

Zur Identifizierung geeigneter Indikatoren gehören die Sammlung, Bewertung und Auswahl von Indikatoren für die Unter- bzw. Teilziele der SDGs, die auf kommunaler Ebene in Deutschland grundsätzlich relevant sind.

Die Bereitstellung der Daten erfolgt – soweit als möglich – für alle Städte und Gemeinden über 5.000 Einwohner:innen sowie alle Landkreise.

Die Methodik

Das methodische Vorgehen zur Entwicklung und Bereitstellung von SDG-Indikatoren für Kommunen kann grob in drei Phasen gegliedert werden: die Prüfung der Relevanz der SDGs (Phase I), die Bewertung und Beschreibung der Indikatoren (Phase II) sowie die Erhebung und Analyse der Indikatorenwerte (Phase III).

Die Phase I gliederte sich in drei Schritte: Im ersten Schritt wurden die Unterziele ggf. in einzelne Aussagen (Teilziele) unterteilt. Im zweiten Schritt wurde geprüft, ob durch das jeweilige Unter- bzw. Teilziel ein wesentliches Problem für deutsche Kommunen angesprochen wird (Problem-Check). Im dritten Schritt wurde untersucht, ob mithilfe kommunaler Aufgaben ein Beitrag zur Erreichung des untersuchten Unter- bzw. Teilziels geleistet werden kann (Aufgaben-Check).

Die Phase II erfolgte in vier Schritten: Im ersten Schritt wurden ausgewählte Indikatorenkataloge und Datenbanken herangezogen, um die darin enthaltenen Indikatoren den als relevant eingestuften Unter- bzw. Teilzielen zuzuordnen. Im zweiten Schritt wurden alle Indikatoren anhand ihrer Validität, Datenverfügbarkeit, Datenqualität und Funktion überprüft, um die Gesamtqualität der Indikatoren besser einschätzen zu können. Im dritten Schritt wurden besonders gut geeignete Kennzahlen für den SDG-Indikatorenkatalog ausgewählt. Im vierten Schritt wurden die ausgewählten Indikatoren in Form von Steckbriefen ausführlich beschrieben.

Die Phase III bezog sich auf die Erhebung und Analyse von Indikatorenwerten. Die Datenerhebung erstreckte sich möglichst auf alle Städte und Gemeinden über 5.000 Einwohner:innen sowie alle Landkreise. Die Datenanalysen diente dem Zweck, ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge der Indikatoren vom Typ I zu erhalten.

Weitere Informationen zur Methodik finden Sie unter agenda2030vorort.de.

Die Organisation

Zur Organisation des Projekts „SDG-Indikatoren für Kommunen“ wurden eine Arbeitsgruppe eingesetzt und Diskussionsveranstaltungen durchgeführt. Darüber hinaus wurden die Zwischenergebnisse im Beirat des Projekts „Monitor Nachhaltige Kommune“ bzw. des Folgeprojekts „Agenda 2030 – Nachhaltige Entwicklung vor Ort“ der Bertelsmann Stiftung diskutiert.

Mitglieder der Arbeitsgruppe „SDG-Indikatoren für Kommunen“ sind die Bertelsmann Stiftung, das Bundesinstitut für Bau-, Stadt- und Raumforschung, der Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städtetag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund, das Deutsche Institut für Urbanistik und Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt sowie die Deutsche Sektion des Rats der Gemeinden und Regionen Europas.

Die Diskussionsveranstaltungen richten sich u. a. an die Kommunen, die die Musterresolution des Deutschen Städtetags und des Rats der Gemeinden und Regionen Europas zur Agenda 2030 für eine nachhaltige Entwicklung unterzeichnet haben, an die Modellkommunen der landesspezifischen Projekte „Global Nachhaltige Kommune“ von Engagement Global mit ihrer Servicestelle Kommunen in der Einen Welt sowie an die an dem Projekt „Monitor Nachhaltige Kommune“ bzw. dem Folgeprojekt „Agenda 2030 – Nachhaltige Entwicklung vor Ort“ der Bertelsmann Stiftung beteiligten Städte und Landkreise.

Dem Projektbeirat gehören Vertreter:innen der Städte und Landkreise, die am Projekt der Bertelsmann Stiftung beteiligt sind (zur Zeit: Stadt Arnsberg, Stadt Freiburg i. Brsg., Stadt Eltville am Rhein, Stadt Geestland, Stadt Münster, Landeshauptstadt Stuttgart sowie Landkreis Cochem-Zell und Kreis Lippe), Vertreter:innen der kommunalen Spitzenverbände, des Deutschen Instituts für Urbanistik, des Bundesinstituts für Bau-, Stadt- und Raumforschung, der Servicestelle Kommunen in der Einen Welt von Engagement Global, des Rats für Nachhaltige Entwicklung, der Landesarbeitsgemeinschaft Agenda 21 NRW e.V., von ICLEI – Local Governments for Sustainability sowie weitere Fachexpert:innen an.